Spielbericht

SV Kukmirn - SV Olbendorf 2:1 (1:0)
Schiedsrichter Flasch und Assistent Dillhof sichern Kukmirn 3 Punkte

Nach 3 Siegen in Serie wollten die Olbendorfer natürlich auch in Kukmirn punkten, zumal sich die Hausherren in den hinteren Tabellenregionen angesiedelt hatten. Kukmirn wechselte vor dem Spiel den Trainer, Oskar Stampfel kann sich jetzt Ex-Olbendorf- und Ex-Kukmirn-Trainer nennen.

Dementsprechend motiviert gingen die Akteure der Platzbesitzer in der 1. Spielhälfte ans Werk. Bei Olbendorf fehlten Gombos und Trenker, die Mannschaft wurde umgestellt, man merkte einigen Spielern an, dass sie auf ungewohnten Positionen spielen mussten, deshalb fanden die Paul-Mannen in der ersten Spielhälfte überhaupt nicht ins Spiel. Zwischen den Stürmern und den Mittelfeldspielern klaffte ein großes Loch, Bauer und Szieber waren bei ihren Angriffen meistens auf sich alleine gestellt.

Die erste Spielhälfte gehörte den Hausherren, der Führungstreffer zeichnet sich lange ab, bis es in Minute 33 dann soweit war. Bei einer Flanke von der rechten Seite verschätzte sich Torhüter Gartner und Alan Klakocer konnte am langen Eck ungehindert per Kopf die 1:0 Führung erzielen.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste das Kommando, es hatte fast den Anschein, als ob die Kukmirner in der ersten Hälfte zu sehr aufs Tempo gedrückt hatten. Ab der 60. Minute gab es dann Chancen für die Olbendorfer im Minutentakt.

Zunächst taucht Bauer nach Pass von Poandl alleine vor Torhüter Weidinger auf, er schoss aber zu überhastet und der Schlussmann der Heimischen hatte keine Probleme, den Ball zu halten (66.). Gleich danach konnte Weidinger einen Schuss von Szieber nur kurz wegschlagen, allerdings reagierte Daum zu spät und erreichte den Ball nicht mehr (67.).

In Minute 70 hätte die große Stunde des eingewechselten Heschl schlagen können. Nach einem Freistoss von Benkö kam er am langen Eck zum Kopfball, Torhüter Weidinger wehrte ab, der Ball kam abermals zu Heschl, aber auch im zweiten Versuch konnte er den Goalie nicht bezwingen.

Kukmirn hatte natürlich bei ihren Angriffen mehr Platz, allerdings gab es weniger Kontermöglichkeiten, eine davon machte Torhüter Gartner bravourös zunichte, als er einen Schuss von Peric aus kurzer Distanz zur Ecke wehrte (77.). Im Gegenzug vergab Benkö per Kopf nach einer Bauer-Ecke eine weitere sehr gute Tormöglichkeit (78.). Kurz darauf war wieder Heschl an der Reihe, aber er traf den Ball nicht richtig und die Kukmirner konnten mit vereinten Kräften abermals abwehren (80.).

Dann kam der große Auftritt des Schiedsrichterteams. Nach einem Foul von Benkö an Peric entschied Schiedsrichter Flasch auf Freistoss für Kukmirn. Klakocer trat an, der Ball klatschte von der Unterkante der Querlatte ins Spielfeld zurück, das Spiel ging weiter. Nach einigen Sekunden wurde Schiedsrichter Flasch von seinem Assistenten (nach Intervention von Neo-Trainer Krautsack?) darauf Aufmerksam gemacht, dass der Ball hinter der Linie war. Nach längeren Diskussionen entschied der Unparteiische auf Tor - 2:0 (82.).

Bei diese Aktion sollte man Anmerken, dass der Assistent bei der Ausführung des Freistosses nicht direkt an der Toroutlinie stand, sondern auf Höhe der Strafraumgrenze bzw. der Mauer. Aus dieser Entfernung ein Tor zu geben, welches anscheinend kein anderer am Sportplatz gesehen hatte (auch die Spieler der Kukmirner jubelten bzw. reklamierten nicht), zeugt von großer Überzeugung von sich selbst.

Nichtsdestotrotz ging das Spiel weiter, die Gemüter hatten sich wieder beruhigt und Bauer nützte einen Abwehrfehler der Kukmirner Innenverteidigung zum Anschlusstreffer (86.).  Olbendorf stürmte weiter, Torhüter Weidinger musste bei einem Schuss von Poandl sein ganzes Können aufbieten, um den Ball aus der Kreuzecke zu wehren (89.). Auch Schils hatte nach einem Eckball sein Visier schlecht eingestellt (90.).

In der Nachspielzeit setzte Bauer zu einem Sturmlauf an und wurde im Strafraum von den Beinen geholt - alles wartet auf den fälligen Pfiff des Unparteiischen, welcher allerdings - aus welchen Gründen auch immer - ausblieb.

Zwei spielentscheidende Fehlentscheidungen des Schiedsrichterteams in den letzten 10 Minuten brachte unsere Mannschaft um den verdienten Punktegewinn in Kukmirn. Einen Fehler hätte man dem Schiedsrichter sicherlich zugestanden, aber bei 2 gravierende Fehler zu Gunsten einer Mannschaft braucht man sich nicht wundern, wenn dies kommentarlos hingenommen wird. Ein Lob an die Spieler des SVO, die trotz der offensichtlichen Benachteiligung die Contenance behielten.

Sie nannten in Mücke:
Nach dem Abpfiff kam es vor den Kabinen zu einigen Tumulten, wobei sich der eine oder andere Ordner zu überzogenen Reaktionen hinreißen ließen. Sich wie Bud Spencer in "Sie nannten ihn Mücke" durch die Zuschauer zu boxen war wohl nicht notwendig.

Gelbe Karten: Hütter (78., Unsportlichkeit) bzw. Heschl (60., Foul), Benkö (80., Foul), Daum 87., Foul)

Torfolge: 1:0 Klakocer (33.), 2:0 Klakocer (82., Freistoss), 2:1 Bauer (85.)

SV Kukmirn: Weidinger - Hütter, Strini, Klanatsky (62. Holzer), Zambo (89. Unger) - Jandrisevits, Peric, Ernst (71. Illigasch), Graf - Klakocer, Scholz.

SV Olbendorf: Gartner - Schils, Zsifkovits, Pilz (55. Staudt) - Paul, Daum, Benkö, Poandl, Knor (58. Heschl) - Bauer, Szieber.

Kukmirn, 250, Schiedsrichter Helmut Flasch, Assistent Paul Dillhof.
Im Spiel der Reservemannschaften siegte der Tabellenführer aus Kukmirn mit 5:2 (2:1), beide Tore für den SVO erzielte Alexander Janisch (22., 47.).

2.Liga Süd 2008/09 - 21. Spieltag
UFC Markt Allhau - ASKÖ Stinatz 2:1
USV Rudersdorf - SC Kemeten 3:1
SC Wiesfleck - ASV Dt.Tschantschendorf 5:0
SV Kukmirn - SV Olbendorf 2:1
SV Stuben - SV Eberau 1:1
SK Unterschützen - SV Dt. Kaltenbrunn 0:3
SC Pinkafeld - SC Buchschachen 3:1
Spielfrei: SV Großpetersdorf